Donnerstag, 22. März 2007
Stöckchenbeichte
Nun ist es doch soweit. Vor diesem Stöckchen hat sich Frau Stella gefürchtet und und immer die Augen geschlossen und ein kleines Gebet gen Himmel geschickt, wenn ihr dieses Stöckchen begegnete, damit sie dieses ja nicht erwische.
Liebe Frau Gutemine sie hätten das doch wissen müssen...
Nun ja nun hilft nichts mehr, nun muss sie sich outen:
Frau Stella liest nicht
...oder besser ganz wenig und sehr selten.
Nicht das sie nicht gerne lesen würde, nein, wenn sie liest, dann macht es ihr auch Spass.
Frau Stella liest Blogs und das mit wachsender Begeisterung und sie hört auch gerne Geschichten, aber ein Bücherverschlinger ist sie in keinem Fall.

Seit einem guten dreiviertel Jahr liest sie nun an der "Entdeckung des Himmels" von Harry Mulisch.
Ein wunderbares Buch, aber irgendwie gibt es immer Anderes, Wichtigeres in Frau Stellas Leben, das ihr das Weiterkommen in der Geschichte verhindert.
Tja, so ist das nun mal.
Ein bisschen peinlich ist das Frau Stella schon, bei all den Bücherratten, um sie herum, hier im Dorf und in der Welt, aber es liegt ja nicht daran, dass sie nicht mag, sondern, dass es immer das ist, was zuerst hinten runterfällt.

Ich schätze, das Stöckchen wird bei Frau Stella versanden müssen, bis der Wind es vielleicht irgendwann einmal wieder freilegt, in einem anderen, späteren Leben vielleicht, oder wenn Frau Stella alt und grau geworden ist.

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oh nein, das war mir gar nicht mehr so bewußt, bzw, es hatte sich doch schon verändert, ich habe doch schon Bücher gesichtet ... das wollte ich wirklich nicht, sorry ... :-(

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Halb so wild, ich beichte ja gerne....

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oh, dann bin ich weiter ganz Ohr ... :-)

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Da geht's Ihnen, wie meinem Ungatten: Der versucht auch "das Buch" seit vier Jahren zu lesen, kommt aber nicht weiter als Seite 26.

Ja, sagt er, er hat eben immer mal was am Traktor zu schrauben oder einen Holzverschlag zu bauen oder ein Dach zu decken - vor allem im Urlaub kommt er zu gar nix.

Ich hab' das Buch mittlerweile selbst gelesen. Wenn's ihn mal brennend interessiert, kann ich ihm ja erzählen, was so passiert ist.

Einstweilen gibt's Wichtigeres für ihn, und ich finde, sowas sollte keinem peinlich sein.

Wir alle wissen schließlich, daß Sie lesen können. UND Schreiben.

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Danke, das beruhigt mich....

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