Samstag, 20. Januar 2007
Frau Stella fiebert
Noch eine Woche, dann ist es wieder so weit. Dann wird sie wieder im Spielplan der hamburgischen Staatoper sein, die
L`incoronazione di Poppea von Monteverdi.
Frau Stella hält es kaum noch aus, so aufgeregt ist sie. Zweimal hat sie diese Inszenierung schon gesehen und wird sie am 27. 1. noch einmal sehen und wenn sie genügend Zeit und Geld hätte, würde sie das Stück noch viel öfter anschauen wollen.
Was Frau Stella nicht weiss ist, ob die Sänger, die neu besetzt wurden, so gut sind, wie die alte Besetzung es war, aber das wird sich zeigen. Immerhin Jacek Laszczkowski der grandiose Countertenor, der den Nero mimt, ist immer noch dabei.

Also unbedingt hingehen.
Es lohnt sich!

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Freitag, 19. Januar 2007
Orchester im Kopf
Weg, weg mit dem, weg, weg, mit dem weg, weg...
Frau Stella hört Stimmen ...verlacht, verhöhnt und verspeit... Ununterbrochen. Morgens, mittags, abends ...wäre dieser nicht ein Übeltääter... Auf dem Klo,...bist du nicht, bist du nicht, bist du nicht seiner Jünger einer?...,beim Kochen, beim Bloggen,...Herr, Herr, Herr unser Heeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeerrscher...
auf der Arbeit, beim Schlafen,...Zeig uns durch deine Paaaasion, das du der waahre Goottes Sohn... Überall. Wirklich überall.
Frau Stellas Hirn ist in Aufruhr. Der Intensivlernmodus aktiviert. Alle Neuronen glühen mehrstimmig.Ein Orchester im Kopf. Tonnenschwer und ziemlich laut.
Ja, ja, diese Stimmen, die unter ihrer Schädeldecke brodeln, helfen ihr die Johannespassion zu lernen.
Sie helfen ihr, ein körperliches Gefühl für die Struktur des Stückes zu bekommen und sich bei den Proben nicht allzu doof anzustellen. In Ordnung.

Aber muss es denn mit so einer Vehemenz geschehen, dass Frau Stella, sich demnächst gezwungen sieht, sagen zu müssen :" ...die Johannes Passion, die kann ich leider nicht mehr hören !"

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Donnerstag, 18. Januar 2007
Sturmfrei
Heute bleibt Frau Stella zu Hause, der Dirigent hat seinen Sängern sturmfrei gegeben und nun sitzt sie da und lauscht.
Lauscht nach draussen auf pfeifende Geräusche unbändigen Windes, krachende Äste, strömende Wassermassen, die da kommen sollen
...und ist enttäuscht.
In der Wohnung ist es still, wenn sie den Fernseher mit den Sturmhorrormeldungen leise stellt.
Bei geöffneter Gartentür klingt es schon, als ob da draussen ein Lüftchen gehen würde, aber Sturm mit Orkanböen muss doch noch anders klingen...
"... und deswegen kein Chor? Zu Hause an einem monsterfreien Abend?"
Vielleicht geht Frau Stella heute abend doch noch raus, um sich an den Landungsbrücken, den Sturmkick zu geben und mit den peitschenden Winden, um die Wette zu singen. Mal sehn.

Edit: Frau Stella hat sich noch so gegen 22 Uhr, nach wilder Bloggerei, zu einem kleinen Spaziergang um den Block aufgerafft.
Nichts, nada, tote Hose, nicht einmal ein Luftzug weht da draussen. Da hüpfen Kinder ohne Wind höher. Stellenweise konnte man sogar den nachtschwarzen Himmel aufblitzen sehen. Nun ja, man sich das Wetter auch nicht backen, obwohl gegen den Wind zu singen, hätte ihr heute schon gefallen....

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