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Dienstag, 9. Januar 2007
Aus den Tiefen
frau stella, 00:18h
Da sitzt Frau Stella nun, Abend für Abend, und surft sich durch das Leben Anderer, späht durch die Fenster ihrer Blogs, nimmt Anteil, schmunzelt und lacht, tröstet und gibt Mut, wenn sie es kann...
und doch sitzt sie in Wahrheit immer alleine vor ihrer flimmernden Kiste.
Still ist es in ihren vier Wänden, wenn man das leise Schnaufen ihres schlafenden Monsters mal überhört.
Keiner hört im Nebenzimmer Musik oder brutzelt in der Küche ein Omelett, noch weniger kommt einer leise in Frau Stellas Zimmer und fragt sie, ob sie auch einen Tee möchte. Nichts, Stille.
Wenn Frau Stella sich nicht regt, regt sich nichts.
Wie froh sie ist, wieder arbeiten zu gehen, in das Gewusel lebendiger Menschen eintauchen zu können, ihr warmes Leben zu spüren, körperlich nicht virtuell.
Ja, es ist Winter, sie weiss, im Winter ist alles einsamer, trauriger, schwerer und sicher wird es wieder Frühling und dann Sommer, dass weiss sie auch.
Aber im Moment verwandelt sich Stille leicht in Einsamkeit, ihre schöne Wohnung in ein totes Gehäuse und das Bloggen in eine Lebensersatzdroge.
und doch sitzt sie in Wahrheit immer alleine vor ihrer flimmernden Kiste.
Still ist es in ihren vier Wänden, wenn man das leise Schnaufen ihres schlafenden Monsters mal überhört.
Keiner hört im Nebenzimmer Musik oder brutzelt in der Küche ein Omelett, noch weniger kommt einer leise in Frau Stellas Zimmer und fragt sie, ob sie auch einen Tee möchte. Nichts, Stille.
Wenn Frau Stella sich nicht regt, regt sich nichts.
Wie froh sie ist, wieder arbeiten zu gehen, in das Gewusel lebendiger Menschen eintauchen zu können, ihr warmes Leben zu spüren, körperlich nicht virtuell.
Ja, es ist Winter, sie weiss, im Winter ist alles einsamer, trauriger, schwerer und sicher wird es wieder Frühling und dann Sommer, dass weiss sie auch.
Aber im Moment verwandelt sich Stille leicht in Einsamkeit, ihre schöne Wohnung in ein totes Gehäuse und das Bloggen in eine Lebensersatzdroge.
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erster Arbeitstag
frau stella, 23:32h
Heute war Frau Stellas erster Arbeitstag. Es gefiel ihr gut wieder all die wunderbaren Menschen, um sie herumwuseln zu sehen, geschäftig und doch immer mal liebevoll schnatternd, alte Fäden wieder aufzunehmen und weiterzuspinnen. Und dann kam die Krönung eines ersten Arbeitstages Ende: es wurde gefeiert!
Mit lecker Buffet und Wichteln.
Und als Frau Stella dann abends beschwingt nach Hause ging, hatte sie einen Badewannenstöpsel mit ertrinkender Hand und eine Kaffeemaschine mehr.
Mit lecker Buffet und Wichteln.
Und als Frau Stella dann abends beschwingt nach Hause ging, hatte sie einen Badewannenstöpsel mit ertrinkender Hand und eine Kaffeemaschine mehr.
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Sonntag, 7. Januar 2007
Stoische Gelassenheit
frau stella, 23:06h
Etwas altklug war ihre Stimme, während sie uns die Richtung wies. "Jetzt linksherum abbiegen dann in 200 m rechts", aber sie kannte sich wenigsten aus. Auch reagierte sie sehr empört mit einem "Achtung", wenn unser Fahrer nur einen Tick zu schnell fuhr. Ansonsten verlief die Fahrt ruhig und das Monster schlief, da es auch schon so spät war und das Monster eh fast immer in Autos einschläft, ein. Diese Tatsache änderte alles, konnten Frau Stella und ihr Monster ja nicht mehr einfach bei der nächsten U-Bahn Haltestelle herausgelassen werden, sondern mussten nach Hause gefahren werden.
Frau Stella freute sich diebisch auf den Moment der ersten Irritation."In 200 m rechts abbiegen", "In 200 m rechts abbiegen!".Wir fuhren geradeaus. Hilflos rotierte sie und man sah ihr an, wie sie schnell nach einer neuen Route sann."Bei der nächsten Kreuzung scharf rechts abbiegen" Sie rang mit ihrer Fassung, als das Auto links abbog, blieb aber äusserlich ruhig. Spätestens jetzt hätte Frau Stella, wäre sie an ihrer Stelle gewesen, dem Fahrer das Steuer aus der Hand gerissen und ihn zur Umkehr gezwungen. Sie aber blieb ruhig, auch wenn sie innerlich fast verglühte und versuchte mit, der ihr eigenen sturen Art, ihrem Ziel treu zu folgen und Alle einigermassen heil durch die Wirrungen des Lebens zu schleusen.
Schon bewundernswert! Irgendwie.
Frau Stella freute sich diebisch auf den Moment der ersten Irritation."In 200 m rechts abbiegen", "In 200 m rechts abbiegen!".Wir fuhren geradeaus. Hilflos rotierte sie und man sah ihr an, wie sie schnell nach einer neuen Route sann."Bei der nächsten Kreuzung scharf rechts abbiegen" Sie rang mit ihrer Fassung, als das Auto links abbog, blieb aber äusserlich ruhig. Spätestens jetzt hätte Frau Stella, wäre sie an ihrer Stelle gewesen, dem Fahrer das Steuer aus der Hand gerissen und ihn zur Umkehr gezwungen. Sie aber blieb ruhig, auch wenn sie innerlich fast verglühte und versuchte mit, der ihr eigenen sturen Art, ihrem Ziel treu zu folgen und Alle einigermassen heil durch die Wirrungen des Lebens zu schleusen.
Schon bewundernswert! Irgendwie.
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Samstag, 6. Januar 2007
Foodstylist
frau stella, 13:27h
Da hat das Monster doch heute einen Hamburger selbst hergestellt. Zutaten: eine Scheibe Schwarzbrot in Ermangelung eines Brötchens, süsser Senf, Ketchup und ein paar Weintrauben, da kein Salat im Kühlschrank zu finden war und Weintrauben auch grün sind.
Alles wurde dann fachgerecht übereinander gestapelt und mit Freude herzhaft reingebissen.
Als das Schwarzbrot aber unter der Last der Weintrauben auseinanderbrach, verschwand der Hamburger kurzerhand im Kühlschrank und das Monster stürzte sich auf den, von Frau Stella liebevoll hergestellten, Milchreis.
Mal sehen, wie lange der Hamburger nun im Kühlschrank bleiben wird...
Alles wurde dann fachgerecht übereinander gestapelt und mit Freude herzhaft reingebissen.
Als das Schwarzbrot aber unter der Last der Weintrauben auseinanderbrach, verschwand der Hamburger kurzerhand im Kühlschrank und das Monster stürzte sich auf den, von Frau Stella liebevoll hergestellten, Milchreis.
Mal sehen, wie lange der Hamburger nun im Kühlschrank bleiben wird...
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