Donnerstag, 9. November 2006
Alles über Piraten

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auf kranke Monster kann man gut verzichten
Das kleine Monster ist wiedermal krank. Fieber und Bauchschmerzen hat es.
Ist das Monster krank, kennt es nur zwei Verhaltensmodi. Entweder klein, schwach und ängstlich oder gereizt, jähzornig und diktatorisch.
Das Anstrengende dabei ist, dass diese zwei Seiten des Monsters sich im Sekundentakt abwechseln.
Frau Stella hat dann oft Mühe sich nicht in einem Strudel widerstreitender Gefühle zu verheddern. In dem Monster das kleine kranke Kind zu sehen und nicht den nervigen kleinen Diktator, der nichts anderes will, als Frau Stella zu schikanieren.
Und dann der Schlafentzug und der Nerv nicht zur Arbeit gehen zu können.
Auf das alles kann Frau Stella wirklich gut verzichten.
Zum Glück scheint das Fieber nun langsam wegzugehen und des Monsters Psyche beruhigt sich.
Puhh.


Nachtrag: Jetzt singt es schon lauthals Piratenlieder mit und schreibt ganze Nachschlagewerke über Piraten nieder.
Es leben die Spontanheilungen!

Nachtrag 2: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Leider steigt das Fieber wieder...

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Mittwoch, 8. November 2006
Juhu
Nun kann Frau Stella es endlich liebevoll mit Strom füttern, ihr neues Handy. Und sie kann sogar auch telefonieren damit, wenn sie will.
Soll sie doch am Luxus zugrunde gehen, die Welt. Frau Stella geht ab heute mit.

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Dienstag, 7. November 2006
Nicaragua libre


Vor achtzehn Jahren, als Frau Stella mit einer Bau- Brigade einen Monat in Nicaragua schuftete, war er schon mal an der Macht. Lang, lang ist es her.
Damals hat Frau Stella die Aufbruchstimmung in dem Land sehr fasziniert. Dieses Gefühl, dass wenn man sich engagiert, man auch gute Chancen hat, wirklich etwas zu verändern. Gerade in der Punkten Alphabetisierung und Frauenrechten war das sehr deutlich zu spüren.
Frau Stella hat das Land aus den Augen verloren, als sie wieder zurückkehrte, und damit verbunden auch die Beschäfftigung mit dessen Entwicklung.
Sie hat auch etwas anderes verloren.

Ihr fällt auf, dass sie wirklich keine Ahnung mehr hat über Nicaragua (wie im übrigen über viele andere weltpolitische und soziale Themen).
Ihr Horizont ertrinkt im Alltag. Ihr Dasein ist bestimmt vom Mikrokosmos des (Über)lebens, von den kleinen Sorgen und Nöten, die einem erscheinen wie Berge oder wie tiefe unergründliche Meere.
Die Welt scheint in Zeiten des Internets ein kleines Dorf zu sein. Sie rückt näher zusammen, könnte man meinen.
Und doch ist sie noch genauso fern, genauso übermächtig und undurchschaubar wie vor zwanzig Jahren und zu allen anderen Zeiten.
Wirkliche Veränderung, so sagt Frau Stellas Erfahrung, ist nur in unmittelbarer (körperlicher) Nähe möglich, in einem selber und um einem herum und das oft auch nur zögerlich und schleichend.

Aber vielleicht gibt es sie ja doch, die Möglichkeit global etwas in Richtung einer menschlicheren Gesellschaft zu verändern. Frau Stella würde sich gerne davon überzeugen lassen.

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