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Dienstag, 10. Oktober 2006
Virtueller Mirabellenkuchen
frau stella, 23:26h
Den heutigen Tag hat Frau Stella verschlafen mit Schüttelfrost, Kopf- und Halsschmerzen. Ihr kleines Monster war echt tapfer und hat Frau Stella kaum gestört. Es beschränkte sich darauf lediglich alle zehn Minuten bei Frau Stella nachzufragen, ob es ihr nun besser gehe.
Und dann kam noch eine Mail von Frau Mama mit einem Bild von dem Mirabellenkuchen und den Worten....wenn Du jetzt hier gewesen wärest, hättest Du den aufgetauten Mirabellenkuchen mitessen können. Er ist zwar auf einer Seite etwas dunkel geworden, aber er hat doch sehr lecker geschmeckt.....!
Diese Mail ist gemein, ich weiß.
Deine Frau Mama

Aber Frau Stella ärgert sich nicht über den nur virtuellen Mirabellenkuchen, sie hätte den Kuchen heute ja eh nicht schlucken können.
Ausserdem ist sie viel zu müde und legt sich jetzt wieder hin.
Und dann kam noch eine Mail von Frau Mama mit einem Bild von dem Mirabellenkuchen und den Worten....wenn Du jetzt hier gewesen wärest, hättest Du den aufgetauten Mirabellenkuchen mitessen können. Er ist zwar auf einer Seite etwas dunkel geworden, aber er hat doch sehr lecker geschmeckt.....!
Diese Mail ist gemein, ich weiß.
Deine Frau Mama

Aber Frau Stella ärgert sich nicht über den nur virtuellen Mirabellenkuchen, sie hätte den Kuchen heute ja eh nicht schlucken können.
Ausserdem ist sie viel zu müde und legt sich jetzt wieder hin.
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Montag, 9. Oktober 2006
Eine Stange Glück
frau stella, 23:47h
So wie es derzeit um die Psyche von Frau Stella bestellt ist, wäre es durchaus sinnvoll für sie, sich auf den Weg zu einem Schrottplatz zu begeben oder wenn sie dort nicht fündig wird, nachts, mit einer Metallsäge bewaffnet, auf einen alten Kinderspielplatz zu gehen, um sich dort ein Stückchen Glück abzusägen. Es muss aber ein alter, heruntergekommener Spielplatz sein, um an das begehrte Stück zu kommen, denn die Neuen, die taugen nichts.
Frau Stella hat mit Gerüchen eigentlich nicht viel am Hut, oder besser ausgedrückt; sie ist recht unempfindlich Gerüchen gegenüber.
Neben ihr können nasse Hunde ihre warmen Ausdünstungen verbreiten, oder die Butter im Kühlschrank vor sich hin ranzen, auch menschliche Gerüche, auch die Allerschlimmsten, kann sie recht gut "überriechen", wenn sie will.
Mit Wohlgerüchen verhält es sich nur wenig anders, wäre da nicht der eine, alles übertreffende Geruch.
Dieser, für Frau Stella, über die massen besondere Geruch, bedarf zweier Zutaten.
Eine warme, etwas feuchte Hand, verschwitzt vom Spiel, oder vom schnellen hin und her rubbeln an einer, und jetzt kommt die zweite wichtige Zutat, wirklich alten, abgenutzten Eisenstange, wie sie auf nur wirklich alten, meist trostlosen Spielplätzen zufinden sind.
Dann die Hände an die Nase gehalten, tief eingeatmet und ein wohlig, leichtes Glück durchströmt Frau Stellas Gemüt. Glück pur.
Ein ähnliches Glück, aber bei Weitem nicht so intensiv, empfindet Frau Stella, beim Geschmack von Blut, weshalb sie sich auch mit Vorliebe, jede Wunde immer wieder aufkratzt und dann genüsslich ablutscht. Zum Glück ist Frau Stella vom "sich Ritzen" weit entfernt, was bei so einer Vorliebe ja nicht abwegig wäre.
Frau Stella neigt auch dazu an den Wunden ihrer Psyche herumzukratzen, sie immer wieder leicht zu öffnen, bis spürbar warmes Blut herausfliesst. Warmes, lebendiges Blut. Irgendwie beruhigt sie das....
Aber wozu nun die ganzen Ausführungen hier?
Also, sollte jemand in der glücklichen Lage sein, ein solches, oben beschriebenes Stück Eisen, zu besitzen und nicht wissen, was damit anzufangen sei:
Frau Stella könnte so ein kleines Stückchen Glückseisen zur Zeit wirklich gut gebrauchen.
Frau Stella hat mit Gerüchen eigentlich nicht viel am Hut, oder besser ausgedrückt; sie ist recht unempfindlich Gerüchen gegenüber.
Neben ihr können nasse Hunde ihre warmen Ausdünstungen verbreiten, oder die Butter im Kühlschrank vor sich hin ranzen, auch menschliche Gerüche, auch die Allerschlimmsten, kann sie recht gut "überriechen", wenn sie will.
Mit Wohlgerüchen verhält es sich nur wenig anders, wäre da nicht der eine, alles übertreffende Geruch.
Dieser, für Frau Stella, über die massen besondere Geruch, bedarf zweier Zutaten.
Eine warme, etwas feuchte Hand, verschwitzt vom Spiel, oder vom schnellen hin und her rubbeln an einer, und jetzt kommt die zweite wichtige Zutat, wirklich alten, abgenutzten Eisenstange, wie sie auf nur wirklich alten, meist trostlosen Spielplätzen zufinden sind.
Dann die Hände an die Nase gehalten, tief eingeatmet und ein wohlig, leichtes Glück durchströmt Frau Stellas Gemüt. Glück pur.
Ein ähnliches Glück, aber bei Weitem nicht so intensiv, empfindet Frau Stella, beim Geschmack von Blut, weshalb sie sich auch mit Vorliebe, jede Wunde immer wieder aufkratzt und dann genüsslich ablutscht. Zum Glück ist Frau Stella vom "sich Ritzen" weit entfernt, was bei so einer Vorliebe ja nicht abwegig wäre.
Frau Stella neigt auch dazu an den Wunden ihrer Psyche herumzukratzen, sie immer wieder leicht zu öffnen, bis spürbar warmes Blut herausfliesst. Warmes, lebendiges Blut. Irgendwie beruhigt sie das....
Aber wozu nun die ganzen Ausführungen hier?
Also, sollte jemand in der glücklichen Lage sein, ein solches, oben beschriebenes Stück Eisen, zu besitzen und nicht wissen, was damit anzufangen sei:
Frau Stella könnte so ein kleines Stückchen Glückseisen zur Zeit wirklich gut gebrauchen.
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Sonntag, 8. Oktober 2006
Herbstmelancolie
frau stella, 23:38h
Jetzt kommen sie wieder, die Tage, bei denen man im zähen Brei der Düsternis dahindämmert, die Zeit sich ins Endlose zieht und ein Morgen oder Abend nicht mehr auszumachen ist. Alles eine Suppe. Alles scheint still zu stehen oder im Begriff zu sein zu erstarren. Überall ein Hauch von Tod, von Abschied. Herzen frieren oder klammern sich schützend aneinander. Der ewige Lauf der Welt.
Auch Frau Stella kann sich dagegen nicht stemmen.
Da steht sie nun hoch oben auf dem Berg, der angenommenen Mitte ihres Lebens, und schaut sich um. Die Welt unter ihren Füssen ist wunderschön, doch der Wind pfeift herbstlich frisch und lässt sie ein wenig frösteln. Herbstmelancolie. Sie wird sich nun langsam auf den Abstieg begeben müssen. Schritt für Schritt versuchen jeden Moment zu geniesen.
Nur noch wenige Wochen, dann wird Frau Stella 40.
Auch Frau Stella kann sich dagegen nicht stemmen.
Da steht sie nun hoch oben auf dem Berg, der angenommenen Mitte ihres Lebens, und schaut sich um. Die Welt unter ihren Füssen ist wunderschön, doch der Wind pfeift herbstlich frisch und lässt sie ein wenig frösteln. Herbstmelancolie. Sie wird sich nun langsam auf den Abstieg begeben müssen. Schritt für Schritt versuchen jeden Moment zu geniesen.
Nur noch wenige Wochen, dann wird Frau Stella 40.
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