Montag, 5. Januar 2009
Wachstum
"Du Mama..." begann das Monster wieder eines dieser berüchtigten Klogespräche, die seit einiger Zeit nicht mehr bei geöffneter, sondern, das Monster wird ja älter, durch die geschlossene Tür stattzufinden haben.
"Du Mama", sagte es" ich musste eben ein bischen weinen. Mein linkes Bein wächst nämlich. Und weisst du, an der Oberseite des Beines da ist die Haut ja viel straffer als an der Unterseite und wenn der Knochen wächst dann wird die Haut an der Oberseite gespannt und das tut dann ganz doll weh...."
" Aber die Haut wächst doch auch mit" entgegnete Frau Stella.
" Ja, aber manchmal wachsen Haut und Knochen nicht zur gleichen Zeit und dann kann es passieren, dass die Haut reisst, so als ob man sich häutet, wie so eine Schlange und das ist bei mir wohl gerade der Fall."
Mit diesen Worten war für das Monster das Gespräch beendet.

Später hat Frau Stella ihrem Monster noch ein Kühlpad zum Betäuben der angespannten Haut gegeben und damit war es für das Monster dann auch möglich einzuschlafen.

Tja, morphen ist eben keine leichte Sache.

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Samstag, 3. Januar 2009
Die Schönheit steckt im Detail






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Donnerstag, 1. Januar 2009
Neubeginn mit Abgesang
Und dann kullern doch Tränen, abends als die Böller knallen, und Frau Stella weiss nicht, wie sie ihr Gesicht verbergen soll, vor der fröhlichen Menge. Sie läuft abseits ins Dunkel und betrachtet schweigend die Menge. Irgendwo dort steht er. Der Freund, dieser für sie besondere Freund. Doch er ist weit weg, weiter weg als Südamerika je sein könnte. Sie sucht diese Kraft, die sie in dieser Freundschaft fand, diese synergetische Kraft, dieses "gemeinsam sind wir mehr", aber ein Gemeinsam gibt es nicht mehr, nicht von ihm. Und so perlt ihre Sehnsucht langsam an seiner freundlichen Oberfäche herunter und verrinnt im sandigen Boden.
Und die kleine Frau Stella, ein Häufchen Elend, sitzt da, in der Hand die Scherben dieser Glaskugel, in der die ganze Welt sich spiegelte und noch viel mehr.
Sie ist kaputt, diese Kugel und niemand auf der Welt kann sie wieder zusammensetzen.
Vermutlich wird Frau Stella, so wie ich sie kenne, nun versuchen, etwas Schönes aus den Scherben zu basteln und in jeder einzelnen Scherbe eine kleine Besonderheit erkennen und sie lieben und ehren.
Sie wird sie sicher nicht wegschmeissen.
Aber sie wird noch eine lange Zeit in diesen Scherben, die verlorene Kugel zu erkennen suchen und die Welt, die in ihr verloren ging.

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