Montag, 12. Mai 2008
Tja, so ist das Leben...
"Mama, ich bin ein bisschen traurig" sagt das Monster von einer langen Tour mit einer Klassenkameradin zurückgekehrt.
"Warum denn?"
"Weiß nicht", sagts und setzt sich quer in die Hängematte. Frau Stella setzt sich daneben.
"Wie war denn dein Tag, mein liebes Monster?"
"Och, ganz OK, aber ich habe keinen Spass mehr!"
"Keinen Spass mehr, wie meinst du das?"
"Mir macht einfach nichts mehr Spass!"
Das Monster kuschelt in Frau Stellas Armkuhle und wippt mit den Beinen.
"Was denkst du würde dir helfen wieder Spass zu haben?"
"Vielleicht, wenn wir was spielen, ein Tischspiel zum Beispiel" sagt das Monster nach einer Weile denkender Stille.
"Na gut, versuchen wir es, aber nur ein Spiel. Es ist schon spät..."

Frau Stella und das Monster spielen eine Partie "Das verrückte Labyrinth".
Als sie fertig sind fragt Frau Stella das Monster:" Und hat dir das Spielen Spass gemacht?"
"Ja, aber nur ein Sechstel!"

Stille

"Du Mama, warum ist denn nie alles richtig?"

"Tja, so ist das Leben nunmal, mein liebes Monster, es gibt einfach niemals alles, was man sich wünscht zur gleichen Zeit...." doziert Frau Stella mütterliche Weisheit.

Ganz tief in ihr aber stolpert ein "...ach, warum nur..." orientierungslos über diese leichtfertig dahingesagte Weisheit, fällt und zerreißt ihr schier das Herz.

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Donnerstag, 8. Mai 2008
Man kann es schon riechen
Das es langsam Sommer wird merkt Frau Stella untrüglich am Geruch der Bahnschwellen. Da gibt es kein vertun, auch wenn der Sommer vielleicht nur zwei Wochen dauert.

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Donnerstag, 8. Mai 2008
Nacht
Wieder einmal les' ich hier
und lese dort
und lese mehr
Im Hintergrund schnarcht
ruhig und sacht
der Mann,
der seinen Tag vollbracht.

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Zeiten ändern sich
Das Monster hatte gestern einen Auftritt in der Schule.
Salsatanzen.
Um die vierzig Mädchen und drei Jungens standen dort auf der Bühne und wackelten mit ihren Hüften.
Es ist schon verrückt, vor nicht allzulanger Zeit war das Monster noch ein verschreckter Schulanfänger, der sich vor Angst in die Hosen machte und dessen Persönlichkeit in sich zusammenzufallen schien.
Nun, ein halbes Jahr später, sieht man einen Knaben, der sich wie selbstverständlich, als einer der wenigen Jungen, auf der Bühne bewegt. Eingebunden in eine Gemeinschaft und eine Rampensau.
Frau Stella ist sehr stolz auf ihr Monster.

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