Montag, 15. Januar 2007
Frau Stella spielt wieder










Yeah!

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völlig unwichtige, aber bemerkenswerte Momente (1)
"wahuwahuwawawahuwahuwahuwawawahu...."
schallt es dumpf hinter Frau Stellas Rücken. Frau Stella ist eigentlich nicht gewillt dem Wahua Raum zu geben, denn sie ist beschäftigt. Mit Stöpseln in den Ohren und einer Partitur von Bachs Johannes Passion vor der Nase lernt sie, schliesslich muss sie das Werk bis Anfang März perfekt können, wenn ihr Chor in der grossen Kathedrale von Braga in Portugal die Passion singen wird. Also Käseglocke. Frau Stella will ihre Ruhe.
"wahuwahuwawawahuwahuwahuwawawahu...."
Soll das "Spiel mir das Lied vom Tod" sein?
Frau Stella ist abgelenkt. An Lernen nicht zu denken.
Der völlig betrunkene Mann, der dieses Lied in sein Bierdosenmikro schmettert , erregt allgemeine Heiterkeit, das sieht Frau Stella in den Gesichtern ihrer Gegenüber und aus den Augenwinkeln bemerkt sie zwei junge Mädels.
Ein Mädel streckt dem Barde ein Handy entgegen und filmt ihn belustigt, der wiederum jetzt zu Liebeslieder übergeht und die Mädchen direkt besingt. Ein Mann mit Schirm bietet mit einer drohenden Geste zum Sänger den Mädels Geleitschutz.
Frau Stella weiss nicht, wen sie schlimmer findet, den Sänger oder die zum Teil sehr fies lachenden Menschen, um sie herum.
Die U-bahn kommt. Frau Stella steigt ein. Während der Zug losfährt, fährt ein Stück leicht bösartiger Heiterkeit in den Gesichtern der Fahrgäste mit.
Und endlich kann Frau Stella sich wieder in ihre Noten versenken.

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Samstag, 13. Januar 2007
aus gegebenen Anlass
Liebe Leser
und besonders alle Leser,die mich persönlich kennen.

Nicht alles, was ich hier über Frau Stella schreibe, ist zeitnah so passiert und hundertprozent deckungsgleich mit meiner Person.

Also nicht wundern, wenn sie, nach dem Lesen eines traurigen oder todernsten Beitrages besorgt bei mir anrufend, eine fröhlich giggelnde Frau Stella am Apparat haben, die mit Freundinnen zusammen, bei Kartoffelbrei, Spinat und Ei, die Feuerzangenbowle ansieht und Russischbrot spielt.

Apropo Russischbrot.
Russischbrot spielen ist noch viel lustiger als Scrabble, besonders nach ein paar Flaschen Wein.



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Freitag, 12. Januar 2007
Rebellion sinnlos
Alles hat irgendwann ein Ende. Das beunruhigt. Frau Stella hat das manchmal. Da passiert es, dass die Vorstellung, dass sie einmal nicht mehr sein wird, körperlich in sie fährt, wie ein Stromschlag. Schockwellen dieser unausweichlichen Wahrheit breiten sich in ihr aus und lassen sie erstarren.
Dieses erbarmungslose "so ist es", dieses Ausgeliefert sein, dieses "durch dieses Tor musst du gehen", was da auch kommen mag oder nicht, Rebellion ist sinnlos. All diese Gefühle sind dann komprimiert, in einen Bruchteile von Sekunden andauernden Schock.

Danach muss Frau Stella mühsam versuchen, ihr rasendes Herz zu beruhigen und ihre Balance wieder herzustellen. Manchmal ein schwieriges Unterfangen.

Kommentare bitte bei Alles vergeht

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