Mittwoch, 6. Juni 2007
die Seele lacht
Es ist schon ein besonderes Glück mit einem langverschollenen Schulfreund, dick in Decken eingemummelt, nebeneinander zu sitzen, sich aus einem alten Briefbüchlein vorzulesen und zu merken, dass diese lange Zeit der getrennten Wege, dieser Freundschaft nichts, aber auch gar nichts anhaben konnte, dass sie vielmehr noch tiefer und reifer wurde. Frau Stella ist beseelt.

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Montag, 4. Juni 2007
Passt gerade


via gebe, nehme, erhalte und habe

... und jetzt noch ein Gläschen Portwein.

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Großkampftag
Monsterbande verköstigt
Hunger gestillt
wilden Haufen bei Laune gehalten
ein paar Tränen getrocknet
Schatz gefunden
Beute geteilt
Horde toben lassen
müde Monster wieder eingesammelt
zufrieden sein
alle
alle

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Herausforderung
Heute Nachmittag hat Frau Stella eine Horde wilder Monster zu bändigen.
Sie hat Schatzkartenablenkungsmanövertaktiken entwickelt und sich mit Kuchen- und Süssigkeitenbomben eingedeckt, um diese Bande in schachhalten zu können.
Das Einzige was ihr noch ernstlich Sorgen bereitet, ist ihr komplett steifer, höchst schmerzender Rücken.
Wenn die Monster das spitzkriegen, ist Frau Stella geliefert.

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Freitag, 1. Juni 2007
Überdosis Adrenalin
Frau Stella ist platt, platt wie eine Flunder, über die auch noch ein Zug gerast ist.

Gestern war wieder einmal Chor und so sassen alle da im Gemeindesaal der Kirche und sangen, was das Zeug hält. Und sie sangen schnell, denn auf alle wartete unten in der Küche Sekt und Knabberzeug, um einen Geburtstag zu feiern.
Zehn vor Zehn dann trottete Frau Stella, als eine der Ersten die Treppe zur Küche herunter, als ein unbekannter Mann "Feuer, Feuer" schreiend an ihr vorbeischoss und nach draussen verschwand.
Dann war nur noch Tohuwabohu ringsumher.
In der Küche schrie es " Feuer", von der Kirchenempore her auch. Der Dirigent wollte seine Noten zurück in ein Fach oben auf der Kirchenempore legen, als er dort drei helllodernde Brandherde entdeckte.
Hätten wir zehn Minuten später unser Singen beendet, hätten die Feuer nicht mehr so einfach mit einem Feuerlöscher gelöscht werden können.
Was für ein Glück.
Dann kam die Feuerwehr und die Polizei.
Zeugen wurden vernommen, die Brandstelle untersucht, Löschwasser abgepumpt. Frau Stella mittendrin mit schlotternden Knien.
Frau Stella und zwei andere Sängerinnen sollten dann noch zur Wache, um in der Verbrecherdatei nach dem Übeltäter zu suchen.
Männer klicken der besonderen Art. Neun Gesichter erschienen immer auf dem Bildschirm. Und diese Ansammlung der Physiognomien war faszinierend und leicht gruselig zugleich. Immer wieder ertappte sich Frau Stella in gefährliches Gedankenfahrwasser abzurutschen, zu denken, dass Verbrecher wohl wirklich so häßlich aussehen, wie man es immer vermittelt bekommt. Sie fand einen der dem Mann in der Kartei, der dem, den sie gesehen hatte, verdammt ähnlich war. Ober täuschte sie sich? Sie wurde immer unsicherer. Ihr Hirn rotierte.
Um ein Uhr Nachts kam sie dann endlich nach Hause und fiel wie ein Stein ins Bett.

Und heute ist Frau Stella platt, platt wie eine Flunder, über die auch noch ein Zug gerast ist.

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