Mittwoch, 14. Februar 2007
Monsterspruch des Tages #1
"Mama, ich habe eine Galeere gekackt!"
..und nach genauerem Hinsehen...
"Ist wohl doch eher eine Schnecke."

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Dienstag, 13. Februar 2007
Sturm in der Badewanne

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"Und was ist, wenn ich nicht komme?"
Schnell auf dem Nachhauseweg noch mal rein in den Supermarkt. Das macht keinen Spass, aber muss ja sein. Frau Stella läuft durch die Gänge und packt mit schnellen Griffen verschiedenste Lebensmittel in ihre Armbeuge, bis diese sich bis unter ihr Kinn stapeln.
Das Monster läuft vorne weg, schnappt sich ein Paket "Zimties" und schaut Frau Stella mit einem Fragezeichenblick an."In Ordnung, nimm mit" sagt sie schon auf dem Weg zu Kasse. Das Monster hinterher.
Frau Stella legt die Lebensmittel auf das laufende Band. Dann sieht sie ihr Monster hinter der Kasse stehen, die Zimties in seinen Händen.
"Du musst wieder zu mir kommen, die Zimties sind ja noch nicht bezahlt!", ruft Frau Stella ihr Monster zu sich.
"Und was ist, wenn ich nicht komme?" kontert das Monster grinsend.
Frau Stella wird rot. So ein Gespräch direkt an der Supermarktkasse ist ihr unangenehm.
"Nun, komm schon, schnell!" Das Monster lässt sich bitten, trödelt vergnügt, kommt aber schliesslich doch noch rechtzeitig mit der Ware an die Kasse.
Frau Stella bezahlt und verlässt mit ihrem Monster schleunigst diesen Ort.
"Wenn wir nicht bezahlen, was passiert dann?"
Frau Stella wusste es, das Thema war noch nicht durch.
"Dann sind wir Diebe, die Polizei kommt und nimmt uns fest".
"Aber die dürfen doch keine Kinder gefangennehmen."
Nein, da hast du recht, die werden mich verhaften, weil ich für dich die Verantwortung habe."
"Aber da müssen sie uns erst einmal kriegen." Das Monster grinst bis über beide Ohren. "...und wenn sie kommen, dann beschmeissen wir sie mit Tomaten oder mit faulen Birnen und Äpfeln oder wir stellen ihnen ein Bein."
Den ganzen Nachhauseweg über phantasierte das Monster, wie es uns gelänge, die Polizei und später auch die Soldaten, die dazugerufen wurden, auszutricksen.
Frau Stella indes sinnierte, was in der Erziehung ihres Monsters zu einem braven Staatsbürger wohl falsch gelaufen sei und grinste heimlich.

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Montag, 12. Februar 2007
Schlösser
Frau Stella saß an ihrem Computer, um noch schnell eine Mail wegzuschicken, während ihr Monster im Zimmer um sie herum tobte. Es wartete lautstark darauf, dass Frau Stella endlich fertig werde, wollten sie doch zusammen ein paar Experimente machen. Um sich zu beschäftigen hantierte es an den Schränken herum.
Hierzu muss man bemerken: Frau Stella hat viele Schränke in ihrer nicht allzu grossen Wohnung. Acht sind es an der Zahl. Die meisten davon sind alte Schränke. Schöne alte, vielleicht für manchen Geschmack etwas verrottete Schränke mit meist ebenso alten Schlüsseln.
Genau diese Schlüssel liebt das Monster. Sie sind geradezu ideal, um Schätze in Truhen oder Gefangene in feuchte Verliese zu sperren und besonders gut, um Frau Stella zu ärgern, in dem man sie gut versteckt, am besten so gut, dass man sich später selber nicht mehr daran erinnern kann, wo man sie denn nun versteckt hat und Frau Stella dann ohne frische Unterwäsche aus dem Haus gehen muss. Nun ja, ich schweife ab...
Das Monster hantierte nun so an den Schränken, um sich darin zu verstecken, wie es nachher erklärte und Frau Stella versuchte sich in dem Getöse zu konzentrieren, um endlich diese dumme Mail heraus zu hauen. Dann wurde es merkwürdig still.
"Brauchst du noch die Sachen in diesem Schrank?"
fragte das Monster." "Ab und zu muss ich da mal ran." antwortete Frau Stella noch wahrheitsgetreu, als das Monster ihr den Rest eines Schlüssels unter die Nase hielt. "Das wollte ich nicht" sagte das Monster.
Nun war guter Rat teuer. Der Bart des Schlüssels war einfach abgebrochen und lag jetzt irgendwo im Gedärm des Schlosses.
Frau Stella und ihr Monster versuchten nun alles mögliche, um die Tür wieder öffnen zu können. Sie bogen aus Draht Dietriche, die aber nicht funktionierten, da man nur mit einem Rohr in das Innere des Schlosses gelangen konnte.
Dann hatte Frau Stella die Idee, all die anderen alten Schlüssel mit Rohr auszuprobieren.
Einer passte sogar, konnte das Schloss zwar nicht entriegeln, ging dafür aber auch erstmal nicht wieder heraus, was dann wiederum bedeutet hätte, dass Frau Stella wirklich nicht mehr an ihre Unterwäsche herangekommen wäre. Nach einigen Stossgebeten aber, liess sich der Schlüssel dann doch erweichen wieder herauszuschlüpfen.
Die Tür des Schrankes war aber immer noch zu.
Dann rückte das Monster mit schwerem Geschütz an. Mit einem Hammer versuchte es die Tür aufzuhebeln. Frau Stella bekam Schreikrämpfe, vor Angst ihr Jugendstilschrank würde durch grobe Monsterhände ruiniert werden. Doch auch ihr blieb nichts anderes übrig, als dem Schrank mit roher Gewalt zu Leibe zu rücken und den Riegel aus seiner Verankerung zu hebeln.
Nur ein kleines Stück Holz splitterte ab, als die Tür aufsprang. Zum GLück.
Frau Stella gelang es nicht das kaputte Schloss, das sie abgeschraubt hatte, in den Mülleimer zu werfen, da es ihr ihr Monster sofort aus den Händen riss, um Experimente damit zu machen, auf die es ja nun schon so lange warten musste.
Und in Frau Stella Zimmer?
Da wartet ab heute ein Schrank auf ein neues Schloss.
Wie lange er wohl warten muss?

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