Freitag, 24. November 2006
1'04'' Kurzurlaub
am meer (mp3, 1,502 KB)

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Das hat sie sich verdient
Ein kurzer, sehr schriller Pfiff und der Druck verschwand aus Frau Stellas Innerem.
Betretenes Schweigen in der Runde. Es sass.
Und langsam, ganz langsam setzten sich die Zahnräder ihrer Denkmaschine wieder in Bewegung und fügten sich, eines ins andere, so wie es sein sollte.

Für heute hat sich Frau Stella einen Wellnesstag verordnet mit Ausschlafen, Massage, Friseur und einem Gang zu Zweitausendeins, um einen fünfzig-Euro-Gutschein auf den Kopf zu hauen.

Das hat sie sich verdient.

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Donnerstag, 23. November 2006
... vielleicht sollte sie platzen
Heute ist Frau Stella gebeutelt von der Gleichzeitigkeit
aller Gefühle, die ein Mensch nur fühlen kann.
Chaos tief drinnen, wie eine Überdosis Koffein, sehr unangenehm. Kaum auszuhalten und doch nicht zu ändern. Die Zahnräder ihrer Denkmaschine zucken taktlos vor und zurück. Ein Sabotageakt? Nichts geht mehr, nicht vor und nicht zurück. Die Mechanik läuft heiss, Rauchschwaden vernebeln den Blick und die Temperatur im Innenraum steigt bedenklich an.
Vielleicht wird Frau Stella platzen, wenn der Druck zu stark geworden ist, wenn sie keinen Ausweg findet, aus diesem explosiven Gefühlsgemisch.
Vielleicht sollte sie platzen, endlich mal.

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Mal eine Ausnahme
Frau Stella weiss:
Freude und Trauer, Glück und Schmerz sind zwei Seiten einer Medaille. Sie sind untrennbar miteinander verbunden. Das Eine ist ohne das Andere nicht zu haben.

Ok,Ok, aber warum kann es für Frau Stella nicht mal (zumindest zeitweise) eine Ausnahme geben.

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Mittwoch, 22. November 2006
Bergfest
Langsam wird Frau Stella nervös, rückt doch der grosse Tag immer näher, der Tag an dem die Waage kippen wird. Der Tag, der einem noch kurz in einer ungewissen Schwebe hält, bis die Waagschale dann unbarmherzig auf die andere Seite klappt.
Frau Stella ist so aufgeregt, als hätte sie bald ihren Abschlussball, ihre Initiation in die Welt der Erwachsenen. Frau Stella will ihn feiern, gross feiern, sehr gross feiern, so gross, wie Frau Stella noch nie gefeiert hat, ihn, den Tag der grossen Kippe. Denn danach geht es bergab, langsam, unmerklich fast, aber sicher. Frau Stella wird vergehen. Irgendwann.
Aber bis dahin will sie leben, lieben und geniessen, was das Zeug hält.
Für den grossen Tag hat Frau Stella mit ein paar Freunden einen Raum gemietet. Siebzig bis hundert Menschen werden erwartet. Alle festlich (ver)kleidet. Mit Glück wird auch Kulturelles zum Besten gegeben. Und dann, dann wird gefeiert, gelacht und gesoffen.
Frau Stella freut sich wie ein kleines Kind.
Und dabei wird sie bald vierzig.

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